Tweet, RT, RE-RT, usw. Wann ist die Schmerzgrenze erreicht?

Ich habe letzten Samstag einen Artikel zum Thema Recruitment via Twitter geschrieben und direkt danach, nach alter Gewohnheit, den Beitrag bei Twitter gepostet. Am Samstag Abend um 20 Uhr ist da aber leider keine große Antwort-Welle zu erwarten.

Also habe ich den Artikel frei nach dem Motto: “Wer am Wochenende bloggt ist selber schuld” am Montag früh (ca. 9 Uhr deutscher Zeit) nochmal getweetet. Die Reaktion war recht groß und es folgten in den nächsten beiden Tagen mehr als 20 Re-Tweets. Eigentlich wunderte mich das ein wenig, denn ich hatte für den Artikel nicht besonders lange recherchiert und bin eigentlich der Meinung, dass ich vorher weit bessere Artikel geschrieben habe, die weniger Aufsehen erregt hatten ;)

Nach den vielen Retweets wollte ich die Hilfe würdigen und habe mich daher bei den Leuten in 2 Updates (jetzt ja Tweets genannt) bedankt. Ohne allerdings den Link zum Artikel nochmals zu posten.

Gestern nun habe ich mich ein letztes Mal bei den Nachzüglern bedankt und dazu nochmal den Link gepostet.
Kurz darauf bekam ich eine Nachricht. Und ich muss sagen, ich habe mich wirklich über das Feedback gefreut.

„Ich fand deinen Beitrag auch super, und hab mich über den RT-Dank gefreut. Aber langsam wird es etwas viel, oder nicht? Nicht böse sein.“

Bin ich nicht! Im Gegenteil, das ist sehr konstruktive und couragierte Kritik in meinen Augen. Ich habe vor einiger Zeit mal geschrieben, dass es mich furchtbar nervt, wenn Leute ihre Nachrichten, Angebote oder auch Blogeinträge zu häufig posten. Wer will denn auch ständig auf ein und die selben Infos, Promotions oder Texte hingewiesen werden.

Ich hatte meinen Link also nun 3 Mal getweetet (im Zeitraum von 5 Tagen). Ohne die vielen Reaktionen hätte ich dies jedoch eher nicht gemacht.

I couldn’t help but wonder (Carrie Bradshaw), wann ist denn die Grenze der Wiederholung einer Information erreicht? Wann ist es noch informativ um mehr Follower zu erreichen? Und wann ist es nervig?

Meine Meinung ist eigentlich ganz einfach und so habe ich es bisher auch immer gehalten: Artikel getweetet, ein-zwei Tage die Reaktionen abgewartet und dann den Leuten, die geholfen haben die Info zu verbreiten eine kleine Danksagung geschrieben. Je nach Größe und Qualität des Beitrags auch noch mal mit Link.

Ist das zu viel? Oder gar zu wenig?

Ich freue mich auf Eure Antworten…

VG,
M

7 Responses to “Tweet, RT, RE-RT, usw. Wann ist die Schmerzgrenze erreicht?”

  1. Hi Markus,

    komisch, ich hab solche Reaktionen noch nie bekommen… – hab mich neulich schon über Deine Bemerkung zu den Wiederhoungen etwas gewundert…

    Also ich mache es so, dass ich am gleichen Tag, wo der Blogpost erscheint, (je nach Wichtigkeit) wenigstens zwei und bis zu fünf Mal einen Tweet mit Link verschicke. Allerdings zu unterschiedlichen Zeiten: vor 8:00 für die Frühaufsteher, gegen 10:00, mittags zwischen 12:00 und 13:00, und nach Feierabend ca. 17:00; evtl. auch am Abend nach 20:00 nochmal. (5 ist das Maximum und “Wichtigkeit” nach eigenem Ermessen…)

    Wenn jemand RTs verschickt und Platz ist, danke ich und sende den Link nochmal mit. – Immer häufiger sehe ich einen “Sammel-Dank” für RTs einmal täglich für alle die irgendwas vom betreffenden Twitterer retweetet haben: gefällt mir. – Gewöhnliche “Danke für den RT”-Tweets kommen ja oft auch aus dem Zusammenhang gerissen daher und verstopfen nur unnötig die Timeline: dafür gibt’s ja dann den FollowFriday ;)

    BG,
    K

  2. Hallo Klaus,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Interessant! Siehst Du, obwohl wir sehr bei Twitter vernetzt sind ist mir gar nicht aufgefallen, dass Du einen Blogpost bis zu 5 Mal Tweetes. Dann sollte ich meine Updates wohl eher noch aufstocken als verringern. Eigentlich sinnvoll, denn die Lebenszeit eines Tweets soll (hab ich mal gelesen) lediglich 5 Minuten sein.

    Kannst Du ungefähr sagen, zu welcher Zeit es die meisten Retweets gibt? Und wann eher weniger? Könnte man eigentlich mal testen…
    VG
    M

  3. Einmal reicht, in meinem Augen. Ich bin eher jemand, der (wenn er denn überhaupt mal was im Blog fertig bekommt, aber das ist eine andere Geschichte) den Link ein einziges Mal tweetet. Und ich bedanke mich grundsätzlich auch nicht für Mentions, Retweets oder heiße gar neue Follower willkommen. Mich selbst nervt das eher, deshalb mache ich eben auch selbst nicht.

    Wenn ich sicher sein wollte, dass viele Leute einen Beitrag lesen, würde ich eher versuchen, alle zwei Tage einen neuen, kurzen Blogeintrag zu produzieren und entsprechend zu tweeten; viele Besucher stöbern und lesen ja durchaus mehr, wenn sie erst einmal auf dem Blog sind.

    My 2 Cent.

  4. Zu allererst würde ich sagen, es darf natürlich jeder Twittern was & so oft er will.

    Allerdings geht man mit zu häufigen Hinweisen auf einen Blogbeitrag & mit Dank für RT und ähnlichem auf Dauer seinen Followen auf die Nerven und verstopft die Timeline.

    Ich sehe es wie buck, wenn man seinen Blog bekannt machen will, dann ist es besser häufig gute Blogbeiträge zu produzieren, selbiges gilt für Twitter.

    Wir wollen immer alle unseren Followern danken & es funktioniert auch gut, wir gewinnen mehr, oder halten sie.

    ABER: Andere Follower fühlen sich davon genervt & unfollowen

    Ich kann keine klare Frequenzgröße finden, vielleicht müssen wir uns einfach ab und an gegenseitig Feedbacken.

  5. Also, ich bemühe mich, alle Tweets zumindest zu überfliegen. Das klappt nicht immer, aber normalerweise schrolle ich einmal von unten nach oben, wenn ich online gehe. Mir geht es tierisch auf die Nerven, wenn ich über den Tag verteilt immerzu den gleichen Tweet lesen muss, möglichst noch x-mal retweeted. Und dann kommt es darauf an, was es ist. Ist das Werbung für ein Produkt? Dann bin ich ganz schnell weg. ich mag bei Twitter nicht zugespamt werden. Einmal ist o.k., das mache ich auch, aber nicht dauernd. Ist es ein Hinweis auf einen interessanten Blog oder Artikel, o.k, dann versuche ich darüber hinweg zu sehen. Aber ich kann nur raten, es nicht zu übertreiben, denn die Lösung ist einfach: EIn Klick und weg!

  6. Ähh, “schrolle” ist irgendwie originell. Scrolle meinte ich natürlich …

  7. Hallo und Danke für Eure Antworten…
    Es ist also doch sehr unterschiedlich, ab wann die Tweets nerven. Ich finde es immer schade wenn ich einen guten Blogeintrag nur einmal bei Twitter poste. Daher mache ich es ab jetzt so, dass ich jeden Artikel einmal und bei guten zweimal tweete plus Danksagungen bei letzteren schreibe.
    @Malte, das mit dem gegenseitigen Feedback finde ich ne gute Idee :)
    Schönes Wochenende,
    Markus

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