Vor einigen Tagen war es auf zahlreichen Blogs zu lesen: In die Hintergründe der Twitter Profile sollen künftig Links eingebettet werden können. Eine gute Idee. Zumindest aus Marketing Perspektive.

Die Möglichkeiten auf Produkte oder Services hinzuweisen sind fast traditionell limitiert bei Twitter. Als erste Option steht der Link zur Website zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es die 160 Zeichen lange Bio, in der (leider zu sehr kurz) das Firmenprofil vorgestellt werden kann. Als wichtigstes Instrument sind selbstverständlich die Tweets selber zu sehen.

Ein Hintergrund, in welchen Links eingefügt werden können, stellt daher eine echte Verbesserung dar. Vorausgesetzt genug Leute sind bereit das Browser Add-on zu installieren…

Als ich mir heute mein Twitter Profil so angeschaut habe, ist mir eine Option aufgefallen, die ich bisher sträflich vernachlässigt habe. Die Favoriten.

Wozu nutzt man dieses Feature? Klar, um einige wichtige, interessante oder lustige Tweets zu speichern. Betrachtet man die Option aus Unternehmenssicht, könnte dieses dort Tweets zu seinem Produkt speichern und die Profilbesucher in der Bio darauf hinweisen. Denkbar wären sowohl eigene Produkt-Updates als auch informative Tweets von anderen Usern, welche die eigenen Produkte betreffen.

Ein Unternehmen könnte z.B. folgenden Satz in seine Bio stellen: “Eine Übersicht zu Tweets über unsere Produkte finden Sie in unseren Favoriten”.

Dies nimmt zwar schon 77 Zeichen (also knapp die Hälfte) in Anspruch, diese wären aber aus Firmen-Marketing Sicht eine gute “Investition”. Auf diesem Wege können sich Besucher kurz selber informieren was die Firma für Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Auch eine langwierige Suche und Navigation auf der Website kann in manchen Fällen entfallen, da mit einem Klick das gewünschte Produkt angesteuert werden kann.

Kurzum, es entsteht eine Art Timeline-Sitemap der Website, welche ein schnelles Informationsmedium für Besucher darstellen kann.

Ein Beispiel: Starbucks
Eines der bekanntesten Unternehmen bei Twitter hat eine Bio, welche 60 Zeichen umfasst und genau 2 Updates in den Favoriten. Es wäre also Platz für den Hinweis in der Bio und gespeichert werden könnten Tweets zu neuen Kaffeesorten oder Promotions.

Ein zweites Beispiel: Color Line
Color Line hat eine 111 Zeichen umfassende Bio, an der aber gekürzt werden könnte. Die Favoriten sind gut genutzt. Es befinden sich firmen- und industriebezogene (Tourismus) Tweets darin.

Auch ich werde das privat mal ausprobieren. Da ich nur einige wenige Tweets in meinen Favoriten hatte, habe ich nun meine Blogposts dort gespeichert und weise meine Profilbesucher mit “Eine Auswahl meiner Blogartikel findet Ihr in meinen Favoriten” darauf hin. Ich bin gespannt wie die Reaktionen darauf sind.

Ich denke diese Form der Nutzung der Favoriten Option kann einen Mehrwert für das Unternehmensmarketing darstellen, vor allem vor dem Hintergrund des z.Z. limitierten Spielraums für effektive Werbung bei Twitter