So langsam rutsche ich in die Recruitment-Schiene rein :) …

Vor einigen Tagen hatte ich über die Suchergebnisse bei Stepstone und Monster für das Suchwort Twitter gebloggt. Das Ergebnis war irgendwie richtungsweisend: Social Media wird ein typischer Job für den Praktikanten prädestiniert sind.

Heute bin ich auf einen Artikel im Miami Herald gestoßen, der eine andere Entwicklungstendenz aufzeigt. Im Fokus steht Alecia Dantico, die als professionelle Twitterin für Garrett Popcorn arbeitet. → Also keine Praktikanten- dafür eine Ganztagsstelle bekleidet.

– Was macht die gute Frau Dantico denn den lieben langen Tag?- war mein erster Gedanke. Würde die Stelle auch ein Unternehmensblog beinhalten könnte ich eine volle Auslastung nachvollziehen, aber eine professionelle Twitterin? In dem Artikel steht, dass jeder Tweet, der zu #Garrettpopcorn abgegeben wird gelesen und beantwortet wird.

Das habe ich gleich mal getestet:

Mein Tweet: „about to have my first ever @garrettpopcorn I hope it can match my expectations, which are kind of high :D the smell is quite good“

Keine Antwort

10 min später mein 2ter Tweet: „@garrettpopcorn mmm, doesnt suck at all :D“

Darauf kam eine Antwort und zwar, wie im Artikel steht, in weniger als 2 Minuten.

Garrettpopcorn: „@platypusman YEAH! That’s what we like to hear!“

Mein 2ter Tweet wurde dann auch noch mal geretweetet, Test bestanden.

Die Frage, welche sich nun zwangsläufig stellt ist, ob ein solches Engagement einen Social Media Manager Posten oder gar den eines Twitter Managers rechtfertigt. Dies hängt stark von der firmeninternen Einschätzung der Lebensdauer vom Web2.0 ab.

Wenn ein Geschäftsführer Facebook, Twitter, Flickr und Youtube als für Firmen interessante und nachhaltige Kommunikationsmedien sieht und bereit ist ein Engagement auch für einige Jahre aufrecht zu erhalten, kann eine solche Stelle durchaus Sinn machen. Vor allem wenn unterstützend auch ein Unternehmensblog geführt wird und auch da für Kommunikation mit Kunden, Klienten,.. gesorgt wird.

Zwei weitere Faktoren, die in vielen Fällen die Sinnhaftigkeit beeinflussen ist die Firmengröße und die Beschaffenheit des Produktes. Im Artikel wird beschrieben, dass vor allem große Unternehmen (Fortune 500) immer mehr auf professionelle Social Media Unterstützung bauen. Über die Art der Produkte oder Dienstleistungen wird nicht eingegangen.

Vor allem der aktiven Kommunikation (und nicht dem puren Verkaufszweck) kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Es soll vor allem „social“ sein sagt Norah Ganim Barnes in dem Artikel im Miami Herald, es heiße schließlich nicht „Selling Media“ sondern „Social Media“.

Wie man als Unternehmen auch mit Social Media umgeht, man wird am Web2.0 teilnehmen. Die Frage ist nur, ob dies aktiv oder passiv geschieht. Oft lese ich die Strategie für Firmen: Erst einmal lesen was im Web so über einen geschrieben wird, eine Strategie entwickeln und dann erst aktiv einsteigen – Sehr sinnvoll wie ich finde –