Der Unmut, der sich in letzter Zeit über die Plattform Xing breit macht, ist wohl primär in dem Fehltritt mit der Mitarbeiterwerbung begründet.

Ob nun eine Korrelation besteht oder nicht, in den letzten Tagen lese ich von immer mehr Xing Nutzern, die bereits ihr Xing Profil gekündigt haben oder dies vorhaben.

Hier ein Beispiel vom 18. Februar 2010:

Ein weiteres Beispiel vom 26. Februar 2010:

Nach diesen beiden Unmutsbekundungen und den zahlreichen Xingfail Tweets zu der oben angesprochenen Werbung habe ich schon gedacht, dass Xing nicht auf dem besten Weg ist. Dazu kommen recht strickte Richtlinien bezüglich der Profilfotos und anderem Schickschnack:

xing fotos

Nun hat mein geschätzter “Social Media Buddy” Klaus a.k.a Kadekmedien gestern auch noch bei Xing angekündigt, dass er seinen dortigen Account in Kürze löschen will und von nun an eher bei LinkedIn und Facebook erreichbar ist.

Dies war nun der vielbeschriebene Tropfen, der mich dann dazu bewogen hat meine Social Network Strategie nochmal zu überdenken.

Hier meine Überlegungen:

  • a) Ich kann mein Xing Profil nicht kündigen, da ich es dringend bei meinem Job für meine Marketing Aktivitäten brauche.
  • b) Wenn ich also nicht Xing verlassen kann, muss ich weiterhin Premium Mitglied bleiben, sonst ist Xing ja nicht zu gebrauchen.
  • c) Ich muss dringend meine Facebook Strategie überarbeiten. Ich habe die Plattform seit vielen Jahren privat, wie früher das StudiVZ oder noch früher (zu Studizeiten) die OS-Community, genutzt.
  • d) Ich habe vor einiger Zeit einen Blogpost in Anlehnung an einen spannenden Artikel bei Chris Brogan geschrieben. Dieser handelte von der Problematik, ob man 2 Accounts bei Twitter braucht um effektiv die Plattform nutzen zu können. Brauche ich also auch einen neuen Facebook Account?

Gestern habe ich einen Facebook Account für meine Social Media Kontakte erstellt. Leser des Krawattentraegers sind herzlich eingeladen mich dort als Freund zu adden.

Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren über die Rolle die Facebook künftig im Social Media Universum einnehmen wird. Ich gebe es zu, ich habe Facebook zu lange als private in-Kontakt-bleiben-Plattform genutzt. Das Potential hatte ich (wie alle anderen) schon erkannt, doch mein Account war über die Jahre viel zu privat aufgebaut. Und diesen Kontakten mitzuteilen, dass ich einen tollen Artikel auf dem Krawattentraeger geschrieben habe? Nee, damit wollte und will ich die nicht nerven. Zudem verstehen über 70% der Leute das sprachlich sowieso nicht.

Nun mit ca. 1 Jahr Verspätung hat sich alles zum Guten gewandelt :)

Wie weit Facebook die anderen Plattformen ersetzen wird oder ein paralleles Existieren möglich oder sinnvoll ist, vermag ich heute nicht zu schätzen. Gibt es da Meinungen?

XING - Powering Relationships