Jeder von uns nutzt Twitter anders. Einige um Leute kennen zu lernen, andere für Marketing Zwecke, wieder andere als einfachen Zeitvertreib. Dazwischen sind die Übergange oftmals fließend.
Mit meinem 2ten Twitter Account habe ich mal seit einiger Zeit einfach ‘laufen lassen’ und hab es mit der Auswahl der Follower nicht so genau genommen. Sprich ich bin einfach jedem Wald- und Wiesenkontakt zurück gefolgt.
Gestern gehe ich meine Aufzeichnungen vom letzten Jahr durch und entdecke einen Vermerk über eine Direct Message, die ich auf dem anderen Account bekommen habe. Das Durchforsten versprach heiter zu werden. Und es wurde.
Auf der Suche nach der angesprochenen DM ist mir aufgefallen wie viele Twitterati nach wie vor DMs zur Begrüßung schreiben.
Es folgt eine kommentierte Aufstellung einiger Exemplare… Bitte nicht zu ernst nehmen!
So kenne ich sie, die standardisierte Begrüßungs DM, die wohl an jeden der neuen Follower geschickt wurde/wird.

Die etwas ausgereiftere Version. Irgendwann ist mal jemand auf die Idee gekommen jedem neuen Follower auch gleich einen Link mit auf den Weg zu geben. Auch wenn dies meist der gleiche ist wie der im Profil angegebene.

Etwas später hat man wohl wieder jemand gemerkt (vllt sogar der selbe), dass kaum einer diese Links klickt. Was machen? Am besten den natürlichen Instinkt der Neugier im Twitter User wecken. Einfach mal anschauen? Einfach mal Nein!

Hier wird man schon etwas konkreter. Es geht um eine Werbestrategie. Vielleicht gefällt sie mir… stimmt, vielleicht, denn ich werde es wohl nie erfahren.

And again, vielleicht… und danke für die “Lieben Grüße”, Next

Na endlich sagt’s mal einer… Und gerade wo es spannend wird, ist die DM auch schon wieder zu Ende

Ein besonders schönes Exemplar, mit dem Angebot noch heute “frei” und “mächtig” zu werden. Da hab ich fast schon überlegt zu klicken…

Siehe da, mir wird ein kostenloses Zielplansystem angeboten. Genau darauf habe ich bereits seit einiger Zeit sehnsüchtig und fingerkauend gewartet. Nein ernsthaft, was soll denn das sein?!

Ebenfalls ein tolles Angebot. “Showing Love”? – ach ja, bin ja gefolgt. “Fan me @…” – ehm, nein. “Share a secret” – ehm, nein. “Win my jewelry” – Next

Nein wie kreativ… Licht durch Sonnenaufgang. Next

Wieder die “Lieben Grüße”. Meine US-Kollegen hier würden meine Einwände belächeln und sagen “Germans”, aber ich gestehe, Liebe Grüße von jemandem zu bekommen, den ich weder kenne noch jemals gesehen habe… grenzwertig. Naja immerhin bin ich ja gefolgt, das scheint ausreichend zu sein.
Zudem: Professionelle Hilfe für meinen Twitter Erfolg… Nice, Next

Auch hier kommt ein guter Rat daher – 3 Sekunden um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu packen. 3..2..1.. Next

Oft ist auch die sprachliche Komponente das wirklich Interessante. “Ausschließlich das richtige aus den richtigen Gründen der kostenlose Kurs zum sicheren Geld” ist da sicherlich recht weit vorne.

Auch hier winkt das große Geld. Jede Woche 5000US und 5000 neue Follower… muahahaha

Ich dachte das wäre im letzten Juni schon nicht mehr aktuell. Habe ich mich wohl geirrt.

Was wirklich am meisten nervt ist sind Direct Messages, die nicht nur einmal zur Begrüßung geschickt werden, sondern dann in fröhlicher Frequenz immer wieder geschickt werden. Ein Wort: Spam

Und hier das Prunkstück meiner Sammlung. Leider ist der Screenshot zu klein um alle drauf zu bekommen. Das häufige Versenden kann auch ein Software Fehler sein. Zugegeben. Doch an 3 verschiedenen Zeitpunkten in unterschiedlicher Anzahl?!? Unwahrscheinlich. Erneut: Spam

Ein Trend, der auch bei vielen anderen menschlichen Usern bei Twitter zu erkennen ist, der Wunsch der Vernetzung – obwohl in diesem Fall wohl kein Homo S. dahinter steckt – Oft, ja sehr oft ist es Facebook in letzter Zeit. Und, ob es so ein “Blast” wäre, ich weiß ja nicht so recht…

Oh man, ein Abo eines Newsletters -Gähn- … Nex… Halt, Stop. Das ist ja in etwa der richtige Weg. Wenn ich jemandem schon auf Twitter folge, dann heißt das ja auch manchmal :), dass ich an seinen Tweets interessiert bin. Da liegt es sehr nah, den neuen, interessierten Follower auch stärker an sein Unternehmen zu binden. Jedenfalls wenn er das möchte. Auch der oben angesprochene Verweis auf die eigene Website ist denke ich noch im Rahmen des guten Geschmacks.

Hier das eigentlich Traurige. Bei den Massen an Spam, die man sonst als DM bekommt, geht eine von Menschenhand geschriebene Begrüßungsmail leicht verloren. Man rechnet einfach nicht damit.

Vielleicht ist es deutlich geworden, ich bin kein Fan von DMs zur Begrüßung.
Die Nachricht, die ich eigentlich gesucht hatte habe ich dann auch irgendwann gefunden. Artikel gibt’s nächste Woche.
Eine ähnliche Betrachtung von Spam im Allgemeinen, ebenfalls aus der Kategorie Humor gibt es hier:
Ein Tag aus dem Leben eines Bespammten


Ja, das haben viele immer noch nicht so ganz begriffen, wie sie effektiv mit der DM-Funktion bei Twitter umgehen können . . . Danke für die interessante Sammlung!
Nette Aufstellung, macht es genrell Sinn schneller zum Wesentlichen zu kommen sowohl in blogs als auch bei Twitter gem. dem Motto Keep it short & simple ? Oder ist das dann ein Überfall und behindert die gewollte Diskussion ?
Moin!
Wirklich eine nette Sammlung an (Auto)-DM´s zur Begrüßung.
Dabei muss immer bedacht werden, wozu der Twitteraccount genutzt werden soll.
Ein paar Punkte fallen mir dazu noch ein:
1) Bei einem kleinen Nieschen-Profil mit handverlesenen Followern schreibe ich natürlich auch jede einzelne Begrüßung persönlich. Bei 200 – 400 neuen Followern täglich ist das einfach nicht drin.
2) Sollten Sie mir mit einem 2. Account auch folgen, so werden Sie wahrscheinlich eine andere Begrüßungs-DM bekommen, denn das kann man bei bestimmten Programmen sogar rotierend einstellen.
3) Da meine Zielgruppe deutschsprachig ist, bergrüße ich auch in dieser Sprache. Ich hatte auch schon einmal in jeder Begrüßung stehen: “My tweets are only in german!” Auch das konnte die vielen englischsprachingen Follower nicht abschrecken mir zu folgen …
4) Wenn ich “Liebe Grüße…” schreibe, meine ich das auch so. Wer mich kennt, weiß, das ich ein “gaaanz Lieber” bin…
Also dann …
Liebe Grüße und viel Spaß bei Twitter
DocGoy
PS: Ja, ich hab´s nicht zu ernst genommen ;-))
[...] krawattentraeger.de: Gestatten, Ihre Begrüßungs Direct Message [...]
Eine tolle Zusammenstellung, da hab’ ich richtig schmunzeln müssen. :)
Besonders dieser Kerl mit seiner Sonnenbrille und dem didaktisch einmaligen Werk hat mich direkt auf seine Seite gezogen.
Was mich vielmehr interessiert ist, wie erfolgreich diese Menschen mit dieser Art von … Marketing sind.
Es ist ja schon seit Anbeginn der Internet-Zeit bekannt, dass die Menschheit auf Spamnachrichten nicht sonderlich positiv reagiert. Das ganze dann noch mit Twitter zu verbinden … Ich meine: Wer um alles in der Welt verfolgt einen Twitterkanal, nur um jedesmal dieselbe Marketing-Botschaft zu lesen, und jedesmal denselben Link zum Fressen vorgelegt zu bekommen? Das verfehlt doch irgendwo seinen Zweck. Oder nicht?
Naja, aber jedem das Seinige. :)
hallo Matze,
danke fuer die netten worte. darueber koennte man stundenlange blogposts schreiben, da die quelle an kreativitaet zur spamentwicklung scheinbar nicht versiegen moechte.
so ungern ich das sage, mit spam haben die leute viel mehr erfolg als man glauben mag. spammer zeichnen sich durch einen extremen automatisierungsgrad aus. das wird alles in ein programm eingegeben und los gehts, 365 x 1000, da kommt schon der ein oder andere entlang des weges, der sich das zeug anschaut :) und! Twitter ist ein sehr gut dafuer geeigneter kanal, das steht fest!
gruss, M
[...] zum Thema Spam auf Twitter: Gestatten, Ihre Begrüßungs Direct Message ShareTweet {lang: [...]