LivesOnIch habe schon ein wenig geschmunzelt als ich folgende Überschrift gelesen habe: “Program lets Twitter users tweet after death“. Aber nachdem die herkömmlichen “Warum”, “Wieso”, “Was soll denn der Quatsch” Synapsen eingerastet waren, habe ich mir den Artikel doch durchgelesen.

Worum geht es?
Der in Großbritannien entwickelte Service “LivesOn” erstellt einen Account, in meinem Fall etwa “markussekulla_LivesOn” und analysiert meine Tweets. Dieser Account hätte nur einen Follower, mich. Nachdem genügend Daten über mein Tweetverhalten gesammelt sind, startet der Dienst damit (noch zu Lebzeiten) meine Tweets zu imitieren. Sollte ich dann ins Gras beißen, so müsste jemand aus meiner Familie den Account für die Öffentlichkeit freigeben. Soweit das Konzept grob umrissen.

Wow, was für ein Schwachsinn :) Aber, ich gebe auch zu, dass es einen gewissen Reiz ausübt. Nicht unbedingt, dass es Tweets von mir nach dem Tod geben würde – die will ja heute schon kaum einer lesen -, sondern, dass es ein Experiment im Bereich Künstliche Intelligenz ist. Ich würde schon gerne ein paar Tweets lesen, die meinen ähnlich sein sollen, von denen ein lernender Algorithmus denkt, sie könnten von mir stammen.

Vor einer Woche hatten sich bereits 7000 User für den Service angemeldet. Trotzdem, ein wenig “Creepy” mag es bei den meisten ankommen. Beenden möchte ich diesen Post mit dem Motto der Seite:

“When your heart stops beating, you’ll keep tweeting”