Wer sich für Marketing und innovative Konzepte begeistern kann, ist auf der CeBIT sicher genauso gut aufgehoben wie ein Technik-Fan.
Die Webciety in Halle 6 war dieses Jahr die zentrale Anlaufstelle für jeden, der sich für Social Media interessiert. Neben einigen Ständen gab es auch durchgehend Vorträge zum gesamten Spektrum des Web 2.0.
Ich habe leider nicht besonders viele Vorträge sehen können. Das einzig spannende war der von Bitkom organisierte Innovator’s Pitch. Dort sollten innovative Konzepte für web-basierte Start-Up Unternehmen vorgestellt werden, von denen einige jedoch stark an ein bereits vorhandenes Vorbild erinnerten, was aber nicht unbedingt von Nachteil sein muss…
Die Verleihung der Preise fand in 2 verschiedenen Kategorien statt: B2B und B2C. Für diese waren jeweils 3 Unternehmen aus einer größeren Zahl (45 bzw. 80 glaube ich) ausgewählt worden.
Hier eine kurze Vorstellung der Unternehmen:
Für den B2B Bereich:
Apprupt – bietet Entwicklern von iPhone Apps und großen Portalen gleichermaßen ein Angebot. Die Entwickler können die Apps damit leichter vermarkten und große Websites wie die Financial Times können so zielgerichtete Apps anbieten.
Meine Einschätzung: Guter Vortrag und ein interessante Dienstleistung.
Halalati – Basiert auf der Faszination von Wettbewerben. Bietet Firmen ein umfassendes Online Werbekonzept, welches durch Wettbewerbe eine innovative Marketing-Maßnahme anbietet.
Meine Einschätzung: Ich fand es etwas merkwürdig wie Twitter und Facebook im Vortrag als Teil des innovatives Konzept erwähnt wurden. Trotzdem ist die Idee des Crowdsourcing ja eines meiner lieblings Marketinginstrumente, daher interessantes Konzept.
Tellja – Ist Partner für Online-Shops. So können diese recht einfach (durch ein Widget) ein eigenes Programm für Empfehlungsmarketing einrichten. Damit können Kunden deren Freunden und Bekannten ein Produkt oder eine Dienstleistung empfehlen.
Meine Einschätzung: Konzept mag recht effektiv sein, trotzdem sehe ich solche Empfehlungen meiner Freunde keinesfalls als Word-of-Mouth Empfehlung, sondern – um es mal klar zu sagen – als Spam. Sicher bin ich mir jedoch, dass das Konzept erfolgreich ist, da es weitaus mehr bringt als Spam, durch zielgerichtetes Werben mit privaten Email Adressen.
Für den B2C Bereich:
Beoble.me – Ein Portal um Location basierte Services, Chat und Community zu verbinden. So können User ortsbasiert Leute kennenlernen und mit Freunden in Kontakt bleiben.
Meine Einschätzung: Hat auf den ersten Eindruck sehr an Foursquare erinnert, leider habe ich danach schon nicht mehr so genau hingehört. Obwohl die Chat Funktion eine Art Integration von Twitter in Foursquare wäre.
Clipflakes – Eine Suchmaschine für Videos. Ähnlich Google Videos denke ich, trotzdem scheint Clipflakes sehr gute Ergebnisse erzielen zu können und ist so auf jeden Fall eine interessante Alternative zur reinen Youtube Suche.
Meine Einschätzung: Der einzige vorgestellte Service den ich selbst nutzen würde. Da ich einige der dort einbezogenen Portale noch nie gehört habe kann die Nutzung für mich künftig sicher einen Mehrwert bringen.
Busuu – Ein Portal um Sprachen von Muttersprachlern zu lernen und neue internationale Kontakte zu knüpfen. Auch in Videochats kann man hier eine interessante Alternative zu Sprachkursen aber auch zu Datingportalen finden.
Meine Einschätzung: Ein Portal für Sprache. Sinnvolle Sachen waren ja schon in der Schule immer lieber gesehen als coole :)
Fazit:
Für mich war interessant zu sehen, was für Services als zukunftsträchtig angesehen werden und überhaupt von der Jury zu dem CeBIT Event eingeladen wurden.
Die Gewinner: Tellja und Busuu hätten aus meiner Sicht – und aus der der Zuhörer um mich herum – möglicherweise nicht den ersten Platz belegt.
Der einzige Service den ich wirklich nützlich finde ist der von Clipflakes, weil er tatsächlich Resultate liefert (wie der Referent beschrieb), die bei Google Videos nicht angezeigt werden und ich das für ein deutsches Unternehmen schon beachtlich finde.
Gibt es noch jemanden, der diese Veranstaltung gesehen hat und einen ähnlichen oder einen gänzlich anderen Eindruck hatte?




Von der Idee zwei meiner Lieblings-Apps. Jedoch eher in der Kategorie Humor anzusiedeln
TweetMeHere, GeoTweeter und viele weitere ähnliche Applikationen bringen Twitter einen Schritt näher an FourSquare, Gowalla oder MyTown.
Eine weitere Applikation in der Location Kategorie ist TweetMap. Diese erlaubt es kürzlich abgegebene Tweets in der eigenen Umgebung anzeigen zu lassen. Im ‘Auto’ Mode kann die Distanz bis 200 KM und das Intervall der Aktualisierung von 30 bis 180 Sekunden eingestellt werden.
So simpel diese beiden Apps sind, so kurz soll auch ihre Beschreibung ausfallen. Sie bieten nichts als den blanken Tweet und keinerlei sonstige Funktionen. Einloggen (nur beim ersten Mal) Tweet eingeben, losschicken, done.
Eine spannende App für Leute, die ihr Profilbild häufig ändern. Nach dem Einloggen erscheint das eigene Profilbild und man kann einen Tweet eingeben.
Diese App führt viele Funktionen aus, die auch TweetDeck oder andere große Clients haben. Der Mehrwert entsteht für mich jedoch in der namensgebenden Filter Funktion.
Eigentlich eine recht witzige App, leider in der kostenlosen Version mit sehr begrenzter Möglichkeit Einstellungen vorzunehmen.
Tweetfollow besticht durch seine Einfachheit. Es gibt nur eine Nutzungsmöglichkeit. Nach dem Einloggen steht ein Eingabefeld zur Verfügung mit der Aufforderung: „Enter Twitter ID to follow“. Gibt man einen Twitter Namen ein und drück auf den Button Follow, geschieht „Surprise, Surprise“ nichts anderes, als dass man dem User mit der eingegebenen ID folgt.



Diese App habe ich selbst nicht ausprobiert, da sich die Beschreibung etwas komisch gelesen hat. Zwar kostenfrei, sollen ab der 3ten Woche dann doch Kosten kommen?! Egal. 







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